Das Veterinäramt zu Besuch

Als ich anfing, mich mit den ganzen Vorschriften und Regularien auseinander zu setzen, die man zu beachten zu befolgen hat, wenn man gedenkt, in das Minenfeld "Gastronomie" vorwagt, stolperte ich besonders über sie - die Leute vom Veterinäramt. Wieso sind die "Tierärzte" zuständig für sowas menschliches, wie ein interkulturelle Begegnungsstätte aka Cafe? 

Ich kann es mir nur so erklären, dass das, was in der Gastro so unters Messer kommt, davor auf vier Beinen über die Wiese gesprungen ist und nun in leicht veränderter Form auf den Teller soll. Also immer noch tierisch, nur in gehackt, filetiert oder, oder, oder? 

Entsprechend ist auch die erste Frage vom Kontrolleur beim Vorabtermin vor Ort auf der Baustelle: "Hackfleisch?" Nope, als Vegetarierin doch nicht. Niemals! Sushi? Nein! Rohkost? Nee, Nee, Nee. So arbeiten wir uns durch eine Liste, laufen dabei von Raum zu Raum und klären weitere Punkte, ide sich noch verändern müssen. Ja, die Toilette wird man im September nicht wiedererkennen und die Raufaser im Gastraum? Die ist dann sowas von Geschichte! Am meisten bin ich aber auf die Verwandlung der Küche gespannt, der man bislang noch nicht entfernt ansieht, was sie mal werden soll. 


Oskar schaut sich das Treiben nicht lange an, sondern fängt schon nach ein paar Minuten an zu maulen und zu winken. Sein Zeichen für: Lass uns gehen. Ich will hier weg! So wichtig dieser Termin für seine Mama heute ist, Mr. Ungeduld ist das völlig wurscht und so sind wir noch ein bisschen fixer durch. Ihn freuts und das Portmonee auch, denn Kontrolleure rechnen im 15-Minuten-Takt ab. Wirklich!

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