Ich zweifele, also bin ich?

Sudoku für Fortgeschrittene = Rentabilitätsvorschau, Grafik: Wikimedia Commons
Sudoku für Fortgeschrittene = Rentabilitätsvorschau, Grafik: Wikimedia Commons

Keine drei Monate mehr und das homeLE nimmt seinen Betrieb auf und doch ist bereits jetzt einer dieser Zeitpunkte gekommen, an denen ich mich frage, was ich hier eigentlich mache? Du bist echt verrückt... Recht haben die, die mich so einschätzen, denn ganz zurechnungsfähig darf man glaube ich nicht sein, wenn man das Wagnis "Gründung" angeht. 

Der 5. September als Tag der Eröffnung war von Anfang an in Stein gemeißelt und wird auch definitiv der erste Tag meiner persönlichen neuen Zeitrechnung sein, aber ist die unendliche "To Do"-Liste bis dahin zu schaffen? Gerade wenn ich der Meinung bin: Sieht doch alles ganz sortiert aus und läuft doch, tauchen aus dem Nichts wieder diese kleinen Zweifel auf - zumeist in Form von wohlgesinnten, aber nichtsdestotrotz skeptischen Freunden, die es mit ihren Anmerkungen schaffen, dass man auf einmal alles hinterfragt.

 

Bestes Beispiel der Satz: Wie schaffst du das bloß so allein mit Kind und dann noch sein Projekt? 

 

Die ehrliche Antwort lautet: Keine Ahnung! Ich tue eigentlich nichts anderes, als viele anderen Leute in ihren Jobs: Plane, verwerfe, arbeite Schritt für Schritt alles mögliche ab und gebe mein Möglichstes. Das Ziel so ziemlich fest im Blick und die Hoffnung im Genick, dass mein Plan funktionieren wird.

 

Auch immer wieder gern erlebt: Die Angst vor der eigenen Courage

 

Ich liebe mein Projekt und würde es direkt einmotten, wenn ich nicht mehr 100pro dahinter stehen könnte, aber jetzt gerade, wo meine Crowdfunding Kampagne welkt wie ein zwei Wochen alter Tulpenstrauß, rede ich mir mantrenartig gut zu. Verdammt schwer das, denn natürlich habe ich mir gewünscht, dass es klappt und ja, das Argument: "Was soll´s? War ja trotzdem nicht umsonst, denn ich habe mein Projekt bekannter gemacht", interessiert mich eigentlich grad mal so gar nicht. Denn ich hätte, nein, noch könnte ich die Kohle sehr gut gebrauchen... läuft ja noch acht Tage... 

Selbstgebastelter Kaffee

Nachdem ich letzte Woche mein Existenzgründerseminar hatte, wurde mir einmal mehr bewusst, wie dünn das Eis eigentlich ist, auf dem ich einen dreifachen Rittberger versuche. All das Gerede von Kosten und Rentabilität, Umsatz und Gewinn sind mehr als notwendig und ja, überlebenswichtig, aber sie rufen automatisch die Zweifel auf den Plan, denn nein, ich bin kein Medium und verfüge von daher nicht über die grandiose Gabe, in die Zukunft gucken zu können. Verdammt... 

 

Kurz die nagenden Bedenken abschütteln und weiter geht´s im Sauseschritt. Liebe Möckerner/Möckeraner/Möckerige und natürlich auch alle aus Gohlis und jene, die schon mal in Wahren waren - ab 5. September rennt ihr mir bitte die Hütte ein, denn ihr wollt es doch auch, dass die Zahlen meiner Rentabilitätsvorschau den Realitätsabgleich selbstbewusst überstehen. Und zwar für die nächsten drei Jahre.. mindestens!! Oder?

 

Ansonsten kostet der Kaffee halt dann mal direkt 3,50 Euro ;-). 

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