Zurück auf Null...

Kassenschluss
Kassenschluss...

Ich weiß grad nicht, wie ich diesen Post anfangen soll, denn in meinem Kopf tobt ein mächtig heftiges Sommergewitter... Ziemlich genau acht Wochen vor der geplanten Eröffnung schreibt mir der Eigentümer meiner Location "Die Georg-Schumann-Str. 206 steht Ihnen nicht zur Verfügung!" 

Diese krasse Wende in der Geschichte und der absolute Tiefpunkt meiner persönlichen Heldensaga hatte sich schleichend angekündigt und ich hatte im wahrsten Sinne seit einigen Wochen Bauchschmerzen, wobei oberflächlich alles aussah, als sei es auf Kurs. Ich wartete nur noch darauf, den Vormietvertrag mit der Hausverwaltung zu unterschreiben. Eine Formalität, denn der Eigentümer hatte mir schon Ende April geschrieben, dass er mein Projekt super findet und unterstützen möchte und die Zusammenarbeit mit der Hausverwaltung gestaltete sich angenehm und entspannt. Hey, ich habe seit Monaten einen Schlüssel zum Objekt...

 

Und jetzt das... vorbei... Au Revoir 206, denn das homeLE darf dort nicht einziehen. Warum? Darüber schweigt sich der Eigentümer aus, doch es scheint, es war die Interkultur, die ihm nicht behagte. Nachweisen kann ich ihm diese Abneigung gegen andere Kulturen nicht, aber unterstützen möchte ich diese Einstellung ebenfalls in keinster Weise.

 

Mensch, ich dachte, du hattest schon längst den Mietvertrag! Diesen Satz hab ich in den letzten Tag sooo oft gehört und ja, gefühlt hatte ich den auch schon, denn ich habe auf das Wort des Eigentümers vertraut, auf die mündliche Zusage der Hausverwaltung. Selber Schuld, dumm gelaufen, aber so bin ich gestrickt. Es ist einfach nicht mein Ding, jedem und allen von Anfang an zu misstrauen, Hinterhältigkeit und Wankelmütigkeit zu vermuten, wo es manchmal einfach nur die Zeit ist, die für einen arbeiten muss. 


Die Inder sind davon überzeugt, dass alles, was man im Leben macht, ein Echo erzeugt, das man nur nicht immer direkt zu hören bekommt. "Karma" nennen sie das und ich sehe es mittlerweile genauso. Er wird seine Quittung für diese Aktion bekommen, doch das ändert nichts an der Tatsache, dass das homeLE nun ein neues Zuhause braucht. 

 

Die Mail heute Abend bestätigte nur, was mir Donnerstag bereits klar wurde und mir kurzzeitig den Boden unter den Füßen wegzog. Doch nach einem Sprung in den Kulkwitzer See und wunderbaren Gesprächen mit Menschen, die mir über die letzten Monate ans Herz gewachsen sind, schaue ich nun wieder nach vorne. Es ist schön zu wissen, wer alles hinter meinem Projekt steht und das die Arbeit der letzten sechs Monate nicht umsonst war, sondern jetzt "einfach" an anderer Stelle fortgeführt werden muss. Wie sagte ein weiser Mann erst kürzlich zu mir: "Such nicht einfach nur nach einer Alternative, such nach einem Ort, der noch besser zu deinem Konzept passt." Wird gemacht!

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