Toast ist nicht gleich Toast

Oft bin ich am Seaside Park Hotel schon vorbei gelaufen, Dienstagabend geh ich rein, denn im ersten Stock wird getoastet, was das Zeug hält. Klingt kurios und mutet einem unbedarften Gast wie mir auch tatsächlich ein bisschen ungewohnt an, aber in Leipzig gibt es eine kleine, sehr aktive Gruppe an Menschen, die sehr gerne redet. Nicht einfach nur so über Gott und die Welt, sondern genau getimed, mit klaren Regeln, Themen und konstruktiver Kritik im Anschluss. 

Das Interesse am eloquenten Sätze verknüpfen in Englisch scheint groß, denn an diesem Abend sind mehr Gäste als Mitglieder anwesend, was die "Toastmasters", wie sie sich nennen, selbst erstaunt. Ich persönlich verdanke meinen heutigen Besuch Carina, die ich wiederum bei der jüngsten Fuckup Night im Riverboat kennengelernt hatte. Rein zufällig, weil ich hörte, wie sie etwas mit "englischer Sprache" einem anderen erzählte. Also fragte ich nach et voila, sitze ich in einem ziemlich kleinen und ziemlich vollen Konferenzraum. 

Direkt neben Dan vom Podstel. Pod wie iPod? Naja fast, denn Dan und seine drei Mitstreiter haben großes in Reudnitz vor. Sie wollen nicht weniger als ein eigenes Hostel auf die Füße stellen und zwar ohne eigenes Vermögen, sondern komplett "massenfinanziert" - also Crowdfunding im ganz großen Stil. Weil ich solche Projekte von Haus aus super finde, hatte ich mit Dan schon gemailt, nur getroffen hatten wir uns noch nicht. Aber jetzt. Sie seien immer noch auf Locationsuche, was gar nicht so einfach sei, da die Planung ihrer Crowdfunding-Kampagne gerade alle Zeit der Welt fresse, erzählt mir Dan in der Pause. Ja, ja, dass "richtige" Location-Problem kenn ich.

 

Als wir Richtung Bar laufen, holt mich Katharina ein, deren Abend ich offenbar ein bisschen schöner gemacht habe, denn sie freut sich riesig, mich kennen zu lernen, da sie offenbar schon länger diesem, meinem Blog folgt und bestens informiert ist, über alle homeLE-Angelegenheiten. Lieben Gruß an dich, Katharina, auf diesem Wege!

 

Ich find solche Situationen immer irgendwie merkwürdig, wenn auch schön merkwürdig, denn es fühlt sich verdammt gut an, wenn man mitkriegt, wie toll auch andere Menschen das eigene Projekt finden. 

 

Katharina hat hauptberuflich einen Schatten, denn sie ist seit neustem selbstständige Theaterpädagogin mit Faible fürs Schattentheater. Klingt klasse! Im Cafe homeLE wird´s mit Sicherheit auch jede Menge Theater geben - ganz gleich ob hausgemacht oder so richtig mit kulturellem Anspruch ;-).

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