Shukria, liebe Mitreisenden!

Nä, watt war dat ne superjeile zick, wie de Kölsche sagen würde. Noch heute Vormittag war ich mir nicht mal sicher, ob die erste Kultour durch das "indische" Leipzig überhaupt stattfinden würde. Auch wenn ich nicht davon ausgegangen war, dass alle der 12 bei Facebook angemeldeten Teilnehmer wirklich auftauchen würden, frustrierte mich eine um die andere Absage schon. Nicht da, anderweitig beschäftigt oder schlicht keine Reaktion. Noch dazu die Demo-Wütigen in dern Innenstadt und tausend andere Konkurrenzveranstaltungen...

 

Doch die Götter meinten es gut mit mir. Typisch indisch - meldeten sich die Teilnehmer sehr kurzfristig an. Meine Anmeldefrist hätte ich mir sowas von schenken können, da sind sich die Deutschen und die Inder offenbar ähnlicher als gedacht. Egal, kurz nach vier zog ich mehr als begeistert mit meiner fünfköpfigen Truppe los.

 


1. Station: Akash! Dana erwartete uns schon und plauderte wortwörtlich aus dem Nähkästchen, denn auch wenn es den Laden für indische Kleidung, Kunsthandwerk, Instrumente, Schmuck usw. schon sieben Jahre gibt, auch sie haben mal angefangen - mit original aus Indien importierten Blusen, deren indische Maße so gar nicht zum deutschen Körperbau passen wollten ;-). Unkomplizierter verhält es sich da mit den kleinen Schmucksteinen, die sich die Inderinnen gern mittig zwischen die Augenbrauen kleben. Bindis (nicht Bhindis, das wären sonst die Okraschoten) heißen die und sollen neben dem Schmuckeffekt auch das dritte Auge, also die Seele schützen und den bösen Blick abwenden. Klar, das sich jedem meiner Teilnehmer eins verpasste - nur der einzige Herr der Runde weigerte sich ;-).

2. Station: Suppentempel! Bei lecker Chai und Kürbissüppchen brachten Heiko und Bianca uns "ihren" Sai Baba näher. Freund und Mit-Anhänger Thomas war extra für uns zu Besuch, um uns die Lehren von Sai Baba vorzustellen und von echter Pionierarbeit zu erzählen. Denn direkt nebenan wird grad eifrig am ersten Sai Baba Tempel Deutschlands gebastelt. Wer schon jetzt neugierig ist: Morgen gibt´s an ihrem bisherigen Tempel im Wildschweingrund in Knautkleeberg eine Feuerzeremonie.

 

3. Station: Bollywood Mode! Extra für uns ließen Lovelyn und ihre Kinder den Laden heute etwas länger auf und zeigten am lebenden Objekt, wie man sich flink in einen hübschen Sari wickelt. Geht umso schneller, wenn die sechs Meter Stoff schon "ready made" sind, also die Stoffbahnen wie ein Kleid bereits zusammmen genäht sind und man nur noch reinschlüpfen und den Reißverschluss hochziehen muss. 

 

4. Station: Hare Krishna Tempel! "Wow, das hätte ich nicht gedacht!" und "Verrückt, hier bin ich schon so oft vorbei gelaufen", entfuhr es meinen Teilnehmern. Überraschung geglückt, denn ja, diesen Hindu-Tempel kann man schnell übersehen. Umso eindrucksvoller das Innenleben mit Altar und extra für uns vorgetragener Aarti als Gebetszeremonie für Krishna. Aus 20 Minuten wurde so schnell eine Stunde. 

 

5. Station: Bollywood Restaurant! Gesegnet und beseelt von Indien in Überlänge bildeten Chana Masala und Chicken Masala, mixed Pakoras und Mango Lassi den kulinarischen Abschluss der Reise. Pappsatt, aber auch mit einem dicken Grinsen im Gesicht ging´s von Indien heim und ich glaube, diesen kleinen Ausflug haben alle genossen. Ich persönlich fand die Stimmung total angenehm und bin immer noch schwer begeistert, dass alles absolut reibungslos und ohne böse Überraschungen geklappt hat. Vielen lieben Dank dafür an alle Beteiligten für eure Mithilfe und die Begeisterung für diese Premiere. Ham wir super hingekriegt. Die Götter wären stolz auf uns ;-). 

Meine fünf Kultourenden! Schön, dass ihr dabei ward.
Meine fünf Kultourenden! Schön, dass ihr dabei ward.

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